Experiment: Veganes Laugengebäck selbst machen

Laugengebäck ist nicht immer vegan – weder beim Bäcker, noch im Supermarkt. Da macht es für viele Sinn, einfach selbst zu backen. Dann weiß man schließlich ganz genau, was drin steckt. So habe ich mir das zumindest gedacht, nachdem ich zum Thema „Sind Brezeln immer vegan?“ recherchiert habe. Obwohl ich ganz gerne backe, habe ich mich noch nie zuvor an Laugengebäck versucht. Hier mein Experiment: Ein Rezept (frei nach Jasmin) mit Anmerkungen, wie man es besser machen kann 😉

Den Teig setzt Du am besten schon am Vortag an, damit er genügend Zeit hat, um aufzugehen (Zutaten für 10 Portionen):

  • 500 g Mehl (ich habe 405er genommen)
  • 1 Tütchen Trockenhefe
  • 250 ml Pflanzenmilch (ich habe Soja genommen)
  • 60g Kokosmus (alternativ: Pflanzenmargarine oder anderes Nussmus)
  • ½ TL Salz
  • 1 TL Ahornsirup

Zum Backen wird ein Back- bzw. Pizzastein benötigt. Online bekommst Du den schon ab 15 Euro – die Anschaffung lohnt sich!

Natronlauge:

  • 1 Liter Wasser
  • 3 EL Natron
  • grobes Salz zum Bestreuen (optional)

Zubereitung

Hefe in lauwarmer Pflanzenmilch auflösen bzw. verrühren. Kokosmus kurz im Wasserbad erhitzen, damit es flüssig wird.

Alle Zutaten in eine Rührschüssel geben, verrühren und kneten. (Anmerkung: Mein Rührgerät hat leider währenddessen den Geist aufgegeben, laut Originalrezept hätte ich den Teig 5-10 Minuten damit bearbeiten müssen. Wer ein funktionstüchtiges hat, gerne damit arbeiten 😉 )

Anschließend den Teig abdecken und mindestens eine Stunde, besser aber über Nacht ruhen lassen. Danach nochmals durchkneten.

Den Teig in 10 gleichgroße Stücke teilen (ca. 80g) und nach belieben formen (Brezel, Kringel, etc.).

Die Teile auf einen Teller mit Backpapier legen und ins Gefrierfach stellen.

Während die Laugenstücke gefrieren, damit sie besser in die Natronmischung getunkt werden können, den Ofen MIT Backstein den auf 240 °C vorheizen. (Achtung: Backstein direkt in den Ofen, damit dieser auch schön warm wird. Das habe ich leider zu spät gemacht, deshalb, und weil ich das Backpapier unter den Teiglingen gelassen habe, ist das Gebäck von unten ein wenig feucht gewesen!)

Einen Liter Wasser mit Natron in einem Topf aufkochen. (Der Topf sollte breit genug sein, damit die Teiglinge hineinpassen!) Wenn die Teiglinge fest genug sind, aus dem Gefrierfach nehmen und in die Natronmischung tunken, sodass der Teig komplett bedeckt ist.

Optional: Die Brezel mit Salz bestreuen.

Nachdem der Backofen 45 Minuten vorgeheizt wurde, die Teiglinge am besten ohne das Backpapier auf den Backstein legen. Der Backstein – übrigens eine lohnende Anschaffung, da auch Pizza super damit gelingt – macht das Laugengebäck von unten knusprig.

Das Laugengebäck mindestens 10 Minuten backen.

Dazu passt ganz simpel Pflanzenmargarine, aber auch Aufstriche, veganer Käse oder Schokocreme 🙂

Tipp: Wer nicht so viel Laugengebäck auf einmal benötigt, kann den Rest einfach einfrieren. Dann lohnt sich auch der zeitliche Aufwand!

Fazit: Das war gar nicht so schwer und hat schon ganz gut geschmeckt – aber da ist noch Luft nach oben! Wer ein etwas brauneres Ergebnis erzielen möchte, sollte die Teiglinge einfach länger im Ofen lassen.

Hast Du Verbesserungsvorschläge oder kennst schon längst das weltbeste Rezept? Dann kommentiere diesen Artikel (alternativ: Mail an kontakt@vegan-ist-zukunft.de), damit auch andere Veganer*innen hervorragendes Laugengebäck backen, um Omnis vom veganen Lebensstil zu überzeugen 😉

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