„Sie haben mich angeschaut, als ob ich der größte Verräter wäre“

Phil Hörmann

Als Kind verdient er sich sein Taschengeld als Mäusefänger, mit dem Vater geht er als Jugendlicher jagen und macht eine Ausbildung zum Metzger mit Fachrichtung Schlachtung. Heute wäre das frühere Ich von Phil Hörmann (Foto: Tanja El Kabid) wohl einer seiner größten Widersacher. Welches Erlebnis dazu geführt hat, das er heute vegan lebt und für den Verein SOKO Tierschutz aktiv ist, erzählt der Allgäuer im folgenden Interview.

Du warst mit 16 Jahren einer der jüngsten Jäger in Bayern. Wie kam es dazu?

Ich bin in einer Jägerfamilie groß geworden. Mein Vater war und ist immer noch Jäger. Ich war da schon als kleiner Bub leidenschaftlicher Begleiter und konnte es dann kaum erwarten, bis ich mit der Jägerausbildung anfangen durfte.

Mit 18 Jahren bist Du dann ausgebildeter Metzger mit Fachrichtung Schlachtung gewesen. War das damals für Dich eine Berufung?

Ich sage mal so, das Ganze wird einem natürlich anerzogen, wenn man in diesem System groß wird. Der Metzger, bei dem ich die Lehre gemacht habe, hat bei meinem Vater auf dem Hof die Tiere abgeholt. Damals war das noch so, dass die kleine Ortsmetzgerei die Tiere beim Bauern abgeholt hat. Dieser Metzger hat meinen Vater schon darauf vorbereitet, dass er ganz dringend einen Gesellen braucht, als ich so langsam mit der Schule fertig war. Das Tier ausweiden und das Fell abziehen gehört auch zur Tätigkeit eines Jägers. Die direkte Verbindung zum Metzger- beziehungsweise Schlachterberuf war also da.

Du bist auf einem Bauernhof groß geworden. Die Tiere, die dort gelebt haben, hatten sicherlich Namen und Du hast eine Beziehung zu ihnen aufgebaut. Kannst Du Dich noch daran erinnern, wie es als Kind für Dich war, wenn die Tiere zum Schlachter kamen?

Meine Erinnerungen sind daran ein bisschen verschwommen. Aber ich habe das Ende dieser Tiere nie infrage gestellt, weil es mir so anerzogen wurde. Da gab es gar keinen anderen Weg, es war ein Nutztier und am Ende stand die Schlachtung. Das war normal.

Kannst Du dich noch daran erinnern, wie Du zum ersten Mal ein Tier getötet hast?

Konkret erinnern kann ich mich nicht. Allerdings habe ich schon als kleiner Junge mein Taschengeld mit dem Fangen von Wühlmäusen auf den Wiesen verdient. Es gab regelrechte Mäuseplagen, die das Futter für die Tiere unbrauchbar gemacht haben durch die großen Erdhügel. Meine Eltern und auch die Nachbarn haben mir damals schon 50 Pfennig pro Maus bezahlt und ich habe da ein regelrechtes Mäusefang-Gewerbe aufgebaut. Das war eine notwendige Tätigkeit, um die Futterqualität für die anderen Tiere zu erhöhen. Alles, was ich als Kind gemacht habe, hat für mich absolut Sinn ergeben.

Aus dem großen Traum von einem Freiland-Schweinegehege
wurde ein noch viel größerer Albtraum.

Wann und warum hast Du begonnen, Deinen Beruf und deine bisherige Lebensweise infrage zu stellen?

Rückblickend war es aus heutiger Sicht ziemlich spät. Aber ich bin froh, dass mir die Augen geöffnet wurden. Ganz konkret hat dieser Umdenkprozess schon vor vielen Jahren begonnen, allerdings im Ansatz noch falsch. Ich war so ab 2013 der Meinung, dass man mit einer artgerechten Tierhaltung die Welt verbessern könnte. 2015 habe ich dann meinen Traum als Nebengewerbe umgesetzt und ein Freiland-Schweinegehege auf 1,5 Hektar Land gebaut. Mein Vater hatte damals seinen Milchbetrieb aufgegeben. Im April 2015 sind dann dort meine ersten 34 Freilandschweine eingezogen. Dieser Sommer ist mir als einer der schönsten in Erinnerung geblieben. Ich habe fast nur noch da draußen auf dem Freilandgehege mit den Tieren gelebt. Die haben mir Stöckchen apportiert, die haben sich hingelegt, damit ich ihren Bauch kraule. Das war eine Beziehung wie zu einem Hund, wenn nicht sogar noch intensiver. Schweine sind intelligente Tiere, wenn man sie so sein lässt, wie sie sind. Aus diesem großen Traum wurde gegen Ende des Jahres ein noch viel größerer Albtraum. Denn jedes dieser Schweine hatte mittlerweile einen Besitzer, der mich für die Aufzucht und Mast bezahlt hat. Und dann kam der Tag, an dem ich sie auf den Tiertransporter verladen und für meine Kunden ins Schlachthaus bringen musste. Mir war natürlich als Metzger klar, was sie hinter diesen Mauern erwartet. Der eigentliche Plan war, dass ich bei der Schlachtung dabei bin und das für die Öffentlichkeit festhalte. Das konnte ich dann aber nicht mehr, weil mich das so aus der Bahn geworfen hat: Die Tiere haben mich angeschaut, als ob ich der größte Verräter wäre – und das war ich ja auch. Die wussten ganz genau, was jetzt passiert und das ich sie quasi dem Tod ausliefere.

Für die Öffentlichkeit festhalten heißt, Du wolltest zeigen, wie artgerechte Haltung funktioniert?

Genau. Das Leben der Schweine konnte ich sehr erfolgreich vermarkten. Das Gehege lag an einer öffentlichen Straße. Ich habe das fast wie ein Nationalpark aufgebaut. An einem schönen Wochenende waren mehrere hundert Leute am Zaun, darunter viele Kinder. Die durften teilweise auch ins Gehege hinein unter meiner Aufsicht. Der Vermarktungsplan ging voll auf. Er hatte nur einen gravierenden Fehler – und das war das Ende. Aus heutiger Sicht muss ich sagen, dass gerade das schöne und „artgerechte“ Leben der Tiere  noch viel weniger den Tod für sinnlose Lebensmittel rechtfertigt. Wenn wir mit glücklichen Tieren anfangen wollen, würde es Sinn machen, wenn wir in Deutschland erst einmal alle Hunde und Katzen schlachten. Die genießen ein viel schöneres Leben und haben einen viel höheren Status als die Nutztiere.

Wie ist es letztendlich dazu gekommen, dass Du vegan geworden bist?

Eines der Freilandschweine, die ich gehalten habe, war für meinen beziehungsweise den Verzehr meiner Familie gedacht. Davon habe ich noch ziemlich genau zwei Steaks gegessen und danach war das Thema für mich beendet. Ich wurde Vegetarier. Und an Silvester 2016 habe ich gesagt, dass ich ab jetzt vegan lebe und dass sich das nicht mehr ändern wird. Inzwischen ist meine Überzeugung noch um ein Vielfaches gewachsen. Ich habe bisher nicht einmal daran gedacht, in alte Strukturen zurückzukehren. Heute tun mir die Opfer meines Konsums von früher sehr leid.

Wie hat Deine Familie und Dein engeres Umfeld darauf reagiert, dass Du Dich entschieden hast, vegan zu leben?

Die dachten: Zuerst arbeitet er in vier Berufen der Nutztierausbeutung und Tötung, dann wird er Berufsfeuerwehrmann und Menschenretter, dann bildet er sich ein, dass er die Welt mit artgerechter Schweinehaltung als Hobby verändern kann und ein Jahr später wird er Vegetarier und dann ein Jahr später Veganer. So ungefähr kam das bei meinem Umfeld an. Wobei das für mich trotzdem Sinn macht. Ich habe mich einfach immer weiterentwickelt. Es kamen durch die Beschäftigung mit diesen Themen immer neue Erkenntnisse hinzu. Und aus diesen Erkenntnissen habe ich einfach konsequente Schritte für mein eigenes Leben abgeleitet. Da gab es eigentlich gar keine andere Möglichkeit.

.

Welche Missstände hast Du während der Ausübung Deines Berufes wahrgenommen?

Mittlerweile ist das 20 Jahre her. Ich kam damals frisch aus der Schule und war sehr jung. Die Arbeit ist damals wahnsinnig hart gewesen. Arbeitsschutz war da eher ein Fremdwort. Der Arbeitsalltag begann um 5 Uhr. Teilweise wurden davor noch Tiere eingesammelt und gewogen. Die Arbeit an sich ist immer ein Wechselbad von extrem heiß zu kalt: Wenn ich an die Schlachttage zurückdenke, da läuft in diesen kleinen Schlachthäusern eine Brühmaschine, aus der permanent sehr heißer Wasserdampf entströmt. Da stand ich in voller Montur mit Gummistiefeln, Schutzhandschuhen und Plastikschürze und war schweißgebadet. Auch im Sommer ohne Klimaanlage. Umgekehrt war es im Winter bitterkalt. Man kann diese Räumlichkeiten nicht heizen, das geht nicht, wenn man mit gekühlten Produkten arbeiten muss. Außerdem arbeitet man in Gefrierräumen und relativ lang in Kühlräumen. Dann ist man im Kochraum, wo die Würste gebrüht und geräuchert werden. Es ist ständig ein Wechsel zwischen den Temperaturen. Man wurde als Jugendlicher auch nicht wirklich geschont. Ich habe auch die Rinderhälften tragen müssen, die weit über hundert Kilo gewogen haben, damals ein Vielfaches von meinem eigenen Gewicht. Da musste man einfach durch, es gab keine Wiederworte. Was die Meister und Chefs gesagt haben, war damals in Stein gemeißelt. Da haben ganz andere Sitten geherrscht.

Und wenn man schon dazu erzogen wird, den Mund zu halten, stellt man solche Prozesse wahrscheinlich auch weniger infrage.

Ja, das ist richtig. Es gab an der Schlachtung von Tieren überhaupt keinen Zweifel. Was ich schon mitbekommen habe, war teilweise der Umgang mit den Tieren, der mich schon damals gestört hat. Ich war schon jemand, der darauf geachtet hat, dass es im Rahmen der Möglichkeiten so korrekt wie möglich abläuft. Ich würde heute niemals das Wort „humane Schlachtung“ in den Mund nehmen. Denn es gibt auch keine „humane Vergewaltigung“. Das ist eine absolute Traumvorstellung, mit der sich die Verbraucher ihren eigenen Konsum schön reden wollen. Ich sag es, so wie es ist: es bleibt eine bestialische Tötung. Wir haben Betäubungsmethoden, die dem Mittelalter entsprechen. Sogar die modernen Varianten haben überhaupt nichts mit einem sanften Sterben zu tun. Den Leuten wird erzählt, dass die Schweine beim Vergasen einschlafen. Das ist absolut erstunken und erlogen. Die Tiere ersticken bestialisch und der Todeskampf dauert viele, viele Sekunden, bis zu einer Minute. Wer sich das nicht vorstellen kann, soll einfach mal testen, wie lange er die Luft anhalten kann und wie sich das dann anfühlt.

Wie bist Du selbst, wie sind deine Kollegen damit umgegangen?

Wie in jedem belastenden Beruf  stumpft man aus Eigenschutzgründen ab. Das ist auch als Feuerwehrmann so und beim Rettungsassistenten. Um sich selbst zu schützen, kann man sich nicht mit jedem einzelnen Schicksal auseinandersetzen. Man darf das Leid nicht zu sehr an sich heranlassen, weil es einen sonst selbst zerstört.

Man hat da unter Kollegen also gar nicht drüber gesprochen?

Nein. Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler. Wenn der Fliesenleger ein Fehler macht, fallen die Fliesen von den Wänden. Wenn der Metzger einen Fehler macht, steht das Tier noch nach der Betäubung auf den Beinen oder schreit bestialisch. Im schlimmsten Fall wird es halb lebendig aufgeschnitten. Diese Fehler kommen vor. Jeder, der jemals hinter Schlachthofmauern gearbeitet hat, weiß, wie es da zugeht und was der Zeitdruck und der Druck der Kollegen bewirken kann und das Tiere, die einfach nicht laufen wollen oder sich wehren, irgendwann den eigenen Geduldsfaden reißen lassen. Und das erklärt auch, warum es in einem Schlachthof oder in einer kleinen Metzgerei – ich mache da keinen Unterschied zwischen einem kleinen und einem großen Betrieb – tagtäglich bestialisch zugeht.

Der gelernte Metzger Phil Hörmann ist heute für den Verein SOKO Tierschutz tätig. Foto: Tanja El Kabid

Das heißt, ob Großbetrieb oder „Metzger des Vertrauens“ – es läuft überall gleich?

Die Prozesse sind immer die gleichen. Wie auch bei den Bauerhöfen kommt es nicht darauf an, ob ein Bauer 1500 Tiere hat oder 100. Wenn der Mensch nicht richtig tickt, gibt es Tierquälerei. Gerade auch der „Metzger des Vertrauens“ ist mir im Rahmen meiner Recherchearbeit für SOKO Tierschutz häufiger untergekommen. Die Verstöße waren teilweise schwerwiegender als in einem großen Schlachthof.

Woran liegt das?

Gerade Bio-Tiere sorgen bei der Schlachtung für Probleme. Diese Tiere sind kräftiger gebaut, kommen aus der Weidehaltung und haben teilweise wenig Menschenkontakt. An ihrem letzten Tag, wenn sie in den Schlachthof getrieben werden, haben sie viel mehr Stress, als ein konventionelles Tier, das an Menschen gewöhnt ist und sowieso schon sein Leben lang eingesperrt war. Dazu kommen feine Details: sie haben zum Beispiel Hörner und eine wahnsinnig starke Schädelbehaarung. Das sind Faktoren, die sich sehr negativ auf die Betäubung auswirken.

Das heißt, es passieren ausgerechnet bei Bio-Tieren oftmals Fehler, sodass das Tier länger leidet?

Ja. Die Tiere sind einfach teilweise viel zu kräftig für diesen mickrigen Bolzenschussapparat. Die großen Hörner sorgen dafür, dass sich die Tiere in den standardisierten Betäubungsboxen, in denen normalerweise fast nur hornlose Tiere einmarschieren, verhängen, einklemmen und Panik bekommen. Die starke Behaarung auf dem Schädel bestimmter Rassen sorgt dafür, dass von diesen 8 bis 12 Zentimetern Bolzenlänge des Betäubungsapparates entscheidende Zentimeter fehlen, die nicht ins Gehirn eindringen.

Bei SOKO Tierschutz kannst Du Dich aufgrund deiner Erfahrung gut einbringen. Welche Aufgaben übernimmst du im Verein?

Als Fachmann beschäftige ich mich primär mit der Auswertung des Recherchematerials. Zuletzt habe ich mich immer mehr in der Öffentlichkeitsarbeit eingebracht und werde in Zukunft weitere Aufgaben in diesem Bereich übernehmen.

Hast Du als Aktivist auch schon undercover als Schlachter gearbeitet?

Ja. Ich habe mich da für die härteste Variante als Einstieg in die Tierrechtsarbeit entschieden. Ende 2017 habe ich mich bei einem sehr großen „McDonalds“-Schlachthof in NRW mit meinem Metzgergesellenbrief beworben und dann dort undercover mit versteckten Kameras in der Kopfschlächterkolonne mitgearbeitet.

In meiner Naivität bin ich in den Schlachthof hinein marschiert, dachte, dass sich […] etwas geändert hat […] und fand mich in einem blutigen Abtraum wider.

Wie war es für Dich, nachdem Du vegan geworden bist, diesen Beruf wieder auszuüben und Tiere zu töten?

Ich habe mich damals strategisch um Tötungsaufgaben herum geschummelt und nicht aktiv am Tötungsprozess teilgenommen. Wenn man allerdings die wichtigen Filmaufnahmen machen möchte, dann muss man genau an dieser Stelle stehen. Das war ein schmaler Grat zwischen nicht auffallen, keine Tiere töten und direkt an der Front sein. Das war ein relativ schwieriges Unterfangen und das hat mich auch extrem belastet. Ich war auch im Hinblick auf die Tötung meiner Freilandschweine psychisch noch sehr vorbelastet. Und dann ging es an meinem ersten Arbeitstag gleich in der Früh mit Schweinen los. Das war für mich wahnsinnig hart. Die Dimensionen eines Großschlachthofes mit Akkordfließbandarbeit kannte ich natürlich aus der Lehre bei einem kleinen Dorfmetzger nicht. In meiner Naivität bin ich da in den Schlachthof hinein marschiert und dachte, dass sich innerhalb von zwei Jahrzehnten seit meiner Lehre an den Betäubungsmethoden und am Umgang mit den Tieren etwas verbessert hat. Ich wurde innerhalb von Minuten eines Besseren belehrt und fand mich in einem blutigen Albtraum wider.

Von dort aus wurdest Du an einen Bio-Schlachthof weitervermittelt.

Genau. Ich hab mich da durchgebissen, weil ich das auch noch mitnehmen wollte. Dort konnte ich dann ganz klar die Unterschiede zwischen dem Großschlachthof mit schlechtem Ruf und dem Schlachthof für Bio-Tiere, der ein großes Ansehen in der Öffentlichkeit genießt, vergleichen. Im Bio-Schlachthof Eschweiler habe ich eines der längsten Videos, die es im Bereich der Rinder-Schlachtung gibt, gedreht. Dort habe ich einen kompletten Tag direkt an der Betäubungsbox gearbeitet. Zu meinem eigenen Erstaunen hatte dieser Bio-Betrieb nahezu die gleiche Fehlbetäubungsrate wie der „McDonalds“-Schlachthof, obwohl dort teilweise alle 30 Sekunden ein Tier niedergeschossen wurde und in Eschweiler der Betäuber an der Box teilweise für drei Tiere eine Stunde Zeit hatte. Die Größe eines Betriebes spielt überhaupt keine Rolle, denn das Grundsystem ist brutal, bestialisch und gewalttätig.

Glaubst Du, dass die Vorstellung einer veganen Welt realistisch ist?

Ich halte das durchaus für realistisch, vertrete aber eine etwas andere Meinung als der Großteil der veganen Bewegung. Ich denke, dass die Aufklärungsarbeit und die Recherchen nur einen kleinen Teil dazu beitragen werden, dass das System irgendwann untergehen wird. Es ist vielmehr das System selbst, dass sich und die Menschheit aktuell gut sichtbar selbst vernichtet: Wenn man sich anschaut, wie viele Ressourcen dafür verwendet werden, um Tiere zu halten und Futtermittel anzubauen. Man sieht auch hier im Allgäu, wo ich herkomme und wo wir aktuell einen Skandal aufgedeckt haben, das Höfesterben. Die Betriebe werden immer größer, das System wir immer brutaler und gerät immer mehr außer Kontrolle. Wir werden dafür sorgen, dass das Ganze nicht weiter ausufern wird. Entscheidend wird aber auch das Wetter sein. Wir haben selbst in Deutschland schon mit Dürreperioden zu kämpfen. Tiere müssen wegen Futtermangel geschlachtet werden. Milchkühe geben nicht mehr genug Milch, weil sie nicht mehr genug zu Fressen bekommen. Das Wasser wird knapp, und so weiter. Diese Faktoren werden um ein vielfaches mehr dafür verantwortlich sein, dass das System der Tierausbeutung in einigen Jahren in diesem Stil nicht mehr praktikabel ist.

  • Der Verein SOKO Tierschutz wurde von Friedrich Mülln gegründet. Hier findest Du Teil 1 und Teil 2 des Interviews mit dem Tierrechtler.
  • Willst Du zukünftig auf dem Laufenden gehalten werden? Dann abonniere unseren Newsletter!

4 Gedanken zu „„Sie haben mich angeschaut, als ob ich der größte Verräter wäre“

    1. Wie willst du denn für die Rechte von jemandem kämpfen, während du mit dem Schlachter seine Ermordung planst?
      Daher ist der erste Schritt zum Tierrechtler sein eine vegane Lebensweise.

    2. hallo Justus, ohne Dich angreifen zu wollen, einfach nur eine Frage zum nachdenken… Könnte man sich denn für Kinderrechte oder Menschenrechte einsetzen wenn man sie von anderen quälen lässt oder sie dann doch dem Tode ausliefert?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.